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Erfahrungsbericht über

Weiks Vinothek, Mußbach

Gesamtbewertung (1): 

28. Dez 2010 (29. Dez 2010)

Pro:
Qualität, angenehme Atmosphäre, guter Service .  .  .

Kontra:
.  .  .

Empfehlenswert: Ja 

AnjaS911

Mitglied seit:06.09.2006

Erfahrungsberichte:496

Vertrauende:134

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 125 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet

Es war an einem Samstag Abend, als wir uns mit Freunden trafen um gemeinsam essen zu gehen. Ausgewählt hatten wir WEIKS VINOTHEK in Mussbach. Hauptgrund dafür war, dass wir noch zwei Schlemmerblöcke mit Gutscheinen dieses Lokals hatten und ich bereits zweimal bei einem Geburtstag dort essen und sehr zufrieden war. Die Geburtstage lagen allerdings schon längere Zeit zurück - und ich war nun gespannt, ob es auch diesmal so gut wurde, wie ich es in Erinnerung hatte.

DETAILS
Imitten des schönen Weindorfes Mußbach gelegen! Befindet sich An der Eselshaut 53 die Vinothek Weik. Geöffnet ist Dienstag bis Samstag ab 17.00 Uhr sowie Sonntag ab 11.30 Uhr (Küche bis 21.00 Uhr). Die Website findet Ihr unter http://www.weiks-restaurant.de.
KURZ NACH SIEBEN
Für sieben Uhr hatten wir einen Tisch reserviert. Wir kamen einige Minuten später an. WEIKS VINOTHEK liegt in einer Durchgangsstraße in Mussbach, die nur über eher begrenzte Parkmöglichkeiten verfügt. Direkt vor der Tür parken kann man nur mit sehr viel Glück. Wir fanden etwa 200 Meter entfernt einen Parkplatz.
WEIHNACHTLICH
Man betritt das Lokal durch einen Innenhof. Im linken Bereich des Innenhofes war eine Art kleiner Weihnachtsmarkt aufgebaut. Wirklich sehr hübsche und dekorative Dinge gab es dort. Glücklicherweise war dieser Stand geschlossen, als wir das Lokal nach dem essen wieder verließen - denn sonst hätte ich bei der weihnachtlichen Maus, die dort angeboten wurde, nicht widerstehen können. Im Sommer befinden sich soweit ich mich erinnere im Hof noch Tische und Stühle, so dass man auch im Hof sitzen kann.
WEITER NACH DRINNEN
Nach der Eingangstür findet man in einem kleinen Vorraum eine Garderobe. Rechts gehen Türen in Richtung der (wie mir von meiner Freundin bestätigt wurde sauberen) Toiletten ab, nach links geht man einige Stufen hinunter ins eigentliche Lokal. Hier befindet sich gleich nach dem Eintritt in den Gastraum auf der rechten Seite eine Theke. Der Raum selbst befinden sich mehrere, verschieden große Tische. Die meisten der Tische waren besetzt und ich war froh darüber, dass wir eine Reservierung vorgenommen hatten. Ich schätze einmal, dass hier um die 40-50 Personen durchaus Platz finden.Was mir sofort auffiel war die sehr schöne, weihnachtliche Dekoration. Trotz jeder

Menge Weihnachtsdeko wirkte der sehr gepflegte Raum nicht überladen, sondern einfach nur geschmackvoll, einladend und irgendwie heimelig. Man fühlte sich einfach wohl und willkommen.

BESTELLEN
Nach einer freundlichen Begrüßung bekamen wir schnell die Speisekarte und nach angemessener Zeit erschien die sehr nette Bedienung wieder an unserem Tisch um sich nach unseren Getränke- und Speisewünschen zu erkundigen. Der Service war insgesamt sehr freundlich und aufmerksam.
FRISCH
Nicht allzu groß ist die Auswahl in der Speisekarte - aber meiner Meinung nach absolut ausreichend. Etwa alle drei bis vier Wochen wechselt die Speisekarte und verschiedene saisonal passende Gerichte werden aufgenommen. Ich denke es ist besser wenige, aber gute und frisch zubereitete Gerichte anzubieten als eine riesige karte mit einer Wahnsinns-Auswahl zu präsentieren. Letzteres spricht nicht immer für die Frische und Qualität der verwendeten Lebensmittel. Und diesen Eindruck hatten wir auch, als wir unser Essen serviert bekamen.Während unseres Besuches zeigte die herbstlich-wintertlich angehauchte Speisekarte die folgenden Gerichte.
  • Kastaniencappuccino für 3,50 Euro
  • Knackiger Feldsalat mit Speck und Croutons für 4,50
  • Samtiges Karotten-Ingwer-Süppchen für 4,90
  • Kartoffelpuffer mit Lachstatar und Limonen-Creme-fraiche für 7,50

 

  • Bauernbratwürste wie immer im Herbst mit Apfelrotkohl und Kastanienpüree für 10,90 Euro
  • Schweineschnitzel Wiener Art mit Bratkartoffeln und Salat für 12,40 Euro
  • Lachsfilet mit einer Safransoße auf Blattspinat dazu gefüllte Nudeln für 17,90 Euro
  • Flußkrebsfleisch mit Manchego gratiniert serviert auf Basmatireis dazu einen Salat für 16,90 Euro
  • Schweinefilet mit einer Kaffee-Weinbrand-Soße dazu gebratene Austernpilze sowie Bandnudeln und Salat für 14,50
  • Putenbrustfilet mit einer Ananas-Curry-Soße dazu Kokosreis und Salat für 15,90
  • Huxel-Zimt-Rahmbraten Ein feiner Rinderbraten mit einer leckeren Soße aus Weißwein und Zimt serviert mit Semmelknödeln, dazu gibt es einen Salat 15,90
  • Und weiterhin stand noch Hase mit Knödeln und Salat in der Karte. Der Preis lag auch bei etwa 15/16 Euro.


Jeder von uns bestellte ein anderes Gericht und so gab es außer meinem Huxel-Zimt-Schmorbraten noch das Flußkrebsfleisch mit Manchego, Schweinefilet mit einer Kaffee-Weinbrand-Soße sowie den Hase. Wir hatten nur zwei Vorspeisen gewählt - nämlich das Kastaniencappuccino und den Feldsalat mit Speck und Croutons . Ich verzichtete auf die Vorspeise, denn mein Hunger war nicht so riesig.

KASTANIENCAPPUCHINO DU FELDSALAT
Nicht allzu lang war die Wartezeit bis die Vorspeise serviert wurde. Das Kastaniencappuchino wurde in einer weißen, schlichten Kaffeetasse serviert und wirkte sehr ansprechend. Natürlich musste ich probieren! Und der Geschmack war sehr gut, fein, edel - einfach perfekt.

Auch vom Feldsalat - eine recht große Portion - serviert auf einem weißen Teller, probierten wir reihum. Er war lecker, schmeckte gut. Ich persönlich hätte mir hier etwas mehr Säure gewünscht. Aber ich esse meinen Salat meistens auch sehr sauer. Ich denke für die große Allgemeinheit war auch hier der Geschmack genauso, wie er sein sollte.

VON HUXEL-ZIMT-RAHMBRATEN BIS FLUSSKREBSFLEISCH MIT MANCHEGO
Bis zur Hauptspeise''' verging einige Zeit''', was uns jedoch nicht störte. Denn schließlich saßen wir hier in einem sehr angenehmen Ambiente, hatten etwas Gutes zu trinken und interessante Gesprächsthemen. Schließlich wurde der Salat serviert. Er kam eine Weile vor der Hauptspeise, was ich persönlich immer sehr gerne mag. Der Salat war lecker, jedoch hätte er - wie bereits der Feldsalat der Vorspeise - für meinen ganz persönlichen Geschmack etwas mehr Essig vertragen.

Weiter ging es kurz darauf mit der Hauptspeise. Ich hatte mich für den Huxel-Zimt-Schmorbraten entschieden und diese Entscheidung war absolut richtig. Das Fleisch war butterweich und zart. Ein Messer brauchte man hier eigentlich nicht.. Huxel ist übrigens eine Weißweinrebe, die sehr hochwertige Weine, vorwiegend Süßweine oder Dessertweine hervorbringt. Diese leichte Weinnote in Kombination mit dem sanften Zimtgeschmack harmonierte einfach perfekt. Die Sauce war genau nach meinem Geschmack. Und auch die Knödel waren so, wie sie sein sollten - weder zu weich, noch zu hart. Die Portion war absolut ausreichend. Auch unseren Freunden schmeckte es sehr gut. Ich versuchte auch das Schweinefilet mit einer Kaffee-Weinbrand-Soße, weil ich auf die Sauce einfach gespannt war. Kaffe und Weinbrand in einer Sauce konnte ich mir nur schwer vorstellen. Das Fleisch mit der Sauce war ebenfalls hervorragend. Ein leichter, sanfter Kaffeegeschmack war hier eindeutig zu schmecken - und das passte toll. Auch das Flusskrebsfleisch wollte ich versuchen, obwohl ich eigentlich gar nichts Fischiges mag. Und ich muß sagen, dass auch das recht gut schmeckte. In Kombination mit dem Basmatireis und dem Mannchegokäse erschien es mir allerdings nicht nur lecker, sondern auch sehr sättigend. Allesamt waren wir mit unserer Auswahl und der Qualität des Essens absolut zufrieden. Leider hatte ich an diesem Abend keinen Foto dabei - denn unsere ausgewählten Gerichte hätte ich euch hier gerne im Bild präsentiert.

„Wir folgen keinen Trends, wir machen Sie! Nach diesem Motto ist auch immer
wieder unsere Speisekarte gestaltet. Nicht das, was andere auch machen,
sondern neue Kreationen und Zusammensetzungen erwarten Sie bei uns.“
sagt Weiks Vinothek auf seiner Homepage über sich. Und das trifft es auf den Punkt!

WEIN
Schon die alten Griechen sagten, der Wein sei ein Genussmittel, für den alle Sinne empfänglich seien. Und dementsprechend umfasst die Weinkarte -- wie es sich für die Pfalz gehört - eine sehr große Auswahl wirklich schöner Weine. Ich entschied mich für die Nr. 3, einen 2009er Grauer Burgunder Kabinett für 4,-- Euro vom Weingut Wilhelmshof, Siebeldingen, der ganz ausgezeichnet schmeckte. Ich denke die Weinkarte lässt absolut keine Wünsche offen. Die Weinpreise sind für meinen Geschmack allerdings nicht ganz günstig, sind an der für mich obersten, akzeptablen Grenze.
SCHNAPS & CREME BRULEE
Als Nachspeise wurde einmal die Mousse au chocolat auf Creme brulée mit Früchten geordert (5,80 Euro und ausgesprochen lecker und appetitlich angerichtet). Wir Anderen nahmen zur Nachspeise einen Obstbrand bzw. Schnaps. Die Preise hierfür betrugen so weit ich mich erinnere 3,50 Euro. Ich hatte einen Reneclaude-Obstbrand, da ich neugierig darauf war. Reneclaude (übrigens eine Edelpflaume und überwiegend in Südeuropa und Asien heimische Unterart unserer Pflaume) hatte ich zuvor noch nie probiert. Sehr lecker, sehr empfehlenswert. Und auch die anderen Schnäpse waren wirklich fein.
VERANSTALTUNGEN
Auch Veranstaltungen zu verschiedenen Themen finden in Weiks Vinothek statt. Vom Frühlingsmarkt über die Weingespräche und den immer am letzten Mittwoch stattfindenden Frauenabend (hier gibt’s 1/2 Preise auf alle Hauptgerichte und Salate für weibliche Gäste) bis zu „Muscheln und Me(h)r und „Sri Lanka zu Gast“. Näheres hierzu findet sich auf der Website von Weiks Vinothek.
„SCHLAFEN…
…können sie auch gerne bei uns wenn wir gerade eines unserer zwei Doppelzimmer frei haben.“ heißt es weiterhin auf der Website. Wer also zu tief ins Glas mit den leckeren Weinen geblickt hat und die Heimfahrt nicht mehr auf sich nehmen kann, kann mit etwa Glück in einem der Doppelzimmer übernachten ;-).
ZUSAMENFASSEND
Wir verbrachten einen sehr angenehmen Abend in Weiks Vinothek. Alles passte hier - angefangen von der sehr schönen und angenehmen Atmosphäre über den freundlichen und aufmerksamen Service bis hin zum ganz ausgezeichneten Essen. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist hier absolut stimmig und ich kann Weiks Vinothek wirklich weiterempfehlen. Dass wir ein wenig länger aufs essen warteten störte uns nicht wirklich. Und dass der Salat für meinen persönlichen Geschmack ein wenig mehr Essig vertragen hätte und die Weinpreise nicht ganz günstig sind, ist wirklich das Einzige, was ich verbessern würde. Uns - und auch unsere Freunde - wird man hier in Zukunft definitiv wiedersehen!Von mir gibt’s eine ganz klare Empfehlung und vier von fünf Sternchen.
 

 

 

SWR1 - Besser Esser - Herbstliche Gerichte

Weiks Vinothek

in der Pfalz

Lecker, lecker, lecker! Bei der Pfälzerin Martina Charlotte Weik kann man nicht nur die ungewöhnlichsten Gerichte aus Kastanien sondern auch die gute Hausmannskost genießen. Und der Besser Esser darf sogar einen Blick in die Küche werfen.

Nein es ist keine Hexenküche und Martina Charlotte Weik reitet auch nicht auf einem Besen. Auch wenn es hier so aussieht: brodelndes Wasser in den Töpfen, Kräuter die kopfüber in Büscheln gebunden von den Decken hängen.
Aufgereihte Apfelringe und Birnenschnitze.
Die Köchin legt Zwetschgenscheiben zum Dörren auf den Rost in den Ofen.
Wie man Pilze wie den Maronenröhrling aufbewahrt oder trocknet das hat sie von ihren polnischen Küchenhilfen gelernt.

Nach dem Saubermachen werden diese in Scheiben geschnitten und aufgefädelt, damit sie trocknen können. Danach werden die getrockneten Pilze mit Hilfe der Küchenmaschine zu einem Pulver zerkleinert. Bewahrt man dieses im Einmachglas auf, hat man eine wunderbare Wintersuppe.

Die Pfälzerin ist ein großer Fan von Obst und Gemüse aus der Region und von alten Rezepten wie Bohnen-Kartoffel-Stampes mit Saumagen oder ein Kastanien-Cappuccino oder sogar eine Kastaniensuppe mit sehr viel Butter. Martina Scharlotte Weik ist überzeugt davon, dass die Kastaniensuppe so kalorienreich ist, dass man für den Rest der Woche nichts mehr bräuchte. Das sehen die Besser Esser anders. Nach einer randvollen Tasse Kastaniensuppe mit ordentlich Sahne darauf ist der Appetit erst richtig angeregt.

Christian Fecht ist Stammgast in Weiks Vinothek. Bevor er sich an den Tisch setzt, wirft er jedes Mal einen Blick in die Küche. Ein festes Ritual: Bevor was Neues auf der Karte erscheint darf er es probieren die Restaurantkritik der Besser Esser für Weiks Vinothek ist mit wenigen Worten gesagt und eindeutig: einfach nur lecker, lecker, lecker!

 

 


 

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